Jede Patientenverfügung und jede Vorsorgevollmacht muss individuell nach den Wünschen des Verfügenden  erstellt werden. Musterformulare sind eine gute Hilfe, aber verstehen, ausfüllen und entscheiden müssen Sie. Ich erläutere Ihnen die Zusammenhänge und unterstütze Sie so beim Ausfüllen.

Wichtiger Hinweis: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat 2016 entschieden, dass pauschale Formulierungen wie "keine lebenserhaltenden Maßnahmen" nicht ausreichen. Die Ausführungen in der Patientenverfügung sollten möglichst konkrete Anweisungen zu den Themen künstliche Ernährung, künstliche Beatmung, Schmerzbehandlung, Wiederbelebung, Organspende sowie zu weiteren medizinischen Fragen enthalten. Um die eigenen Wünsche nachvollziehbarer zu machen, sollte jeder ein paar zusätzliche Zeilen zu seiner persönlichen Situation aufschreiben.


Was ist eine Patientenverfügung?

  • Sie enthält Erklärungen über künftige Untersuchungen, Behandlungen oder sonstige  ärztliche Eingriffe. 
  • Sie richtet sich in erster Linie an Ärzte und Pflegepersonal.

 


Was ist eine Vorsorgevollmacht?

  • Sie bestimmen einen Vertreter, der dafür sorgt, dass Ihr Wille umgesetzt wird. 
  • Der Vertreter sorgt dafür, dass die in Ihrer Patientenverfügung geregelten Behandlungsentscheidungen umgesetzt werden.


Bitte beachten Sie, dass weder Ihr Ehepartner noch Ihre Kinder oder andere nahe Angehörige Sie in Gesundheitsangelegenheiten vertreten können, wenn Sie keine Vorsorgevollmacht erteilt haben.